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Transformation und Wandel

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„Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber so viel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es gut werden soll.“

Das Zitat von Georg Christoph Lichtenberg ist über 200 Jahre alt und trotzdem brandaktuell. Ähnlich wie er, äußern sich regelmäßig schlaue Köpfe rund um den Erdball zum Thema Veränderung. Der Tenor dabei: Veränderung ist notwendig für Fortschritt und Verbesserung. Gerade auch in Unternehmen.

Wenn wir mal unvoreingenommen hinnehmen, dass das so richtig ist – warum hat dann der Begriff der Veränderung in Deutschland, zumindest bei den meisten Menschen, die ich bisher kennengelernt habe, eigentlich einen negativen Beigeschmack?

Grönemeyer singt: „Stillstand ist der Tod.“ Gut, wahrscheinlich meinte er damit nicht zwingend wirtschaftliche Situationen, allerdings war ein Satz im unternehmerischen Kontext selten passender als dieser, zur heutigen Zeit.

Disruptive Veränderungen auf den Märkten sind in aller Managermunde. Bahnbrechend, umwälzend und radikal geht es da her. Paypal hat die Finanzindustrie durcheinander gewirbelt, Car-Sharing Modelle die Art unserer Mobilität und iTunes oder Spotify den kommerziellen Musikmarkt. Von diesen Beispielen gibt es viele und es werden mehr und mehr. Beispiele, deren teils massive Auswirkungen anderen Industrien erst noch bevorstehen.

Dabei können Sie sich sicher sein: Irgendwo hocken bereits ungeahnte Wettbewerber in den Startlöchern und bereiten sich darauf vor, genau Ihnen ein Stück vom lange Zeit aufgebauten Geschäft wegzuschnappen! Happ Happ. Dabei müssen genau jene übrigens nicht einmal aus Ihrer Branche kommen. Überlegen Sie mal: Wer hätte vor zehn Jahren noch gedacht, dass die Automobilindustrie Google & Co. fest im Blick haben sollte?

„Der erste Stein fehlt in der Mauer“ singt Grönemeyer weiter – „Nicht so wild!“ mögen Sie sich denken, die Mauer hält trotzdem. Wo allerdings erst einmal ein Loch gerissen ist, wird es immer schwerer, eine Vergrößerung des Schadens zu verhindern, ohne umfassende Eingriffe vorzunehmen. Vielleicht kennen Sie das vom Zahnarzt: Möchte der Zahnarzt ein kariöses Loch schließen, muss er oftmals bohren und einiges an Substanz entfernen.

Es gilt also vorbereitet zu sein, mehr denn je. Vorbereitet sein, auf Veränderung. Veränderung annehmen und Veränderung sogar selbst forcieren. Auch da, wo dem Eindruck nach noch alles okay ist. Beginnen Sie damit, Ihr Unternehmen und sein Geschäftsmodell kritisch zu hinterfragen. Suchen Sie nach Schwachstellen, die es durch Innovation zu stärken gilt.

Produkte, Dienstleistungen, Geschäftsmodellmechanik. Wie funktioniert Ihr Unternehmen eigentlich? Was läuft gut, was könnte besser sein? Wo haben Sie eine potenzielle Flanke offen? Wie können Sie sich ganzheitlich innovieren? Welche Rolle könnten ungeahnte Kompetenzen Ihrer Mitarbeiter bei der Erschließung neuer Geschäftsmöglichkeiten spielen? Nehmen Sie sich die Zeit und versetzen Sie sich ganz einfach mal in einen WWW Modus: Was Wäre Wenn?

Denken Sie sich Ihr Unternehmen mit einem gänzlich anderen Geschäftsmodell. Sie verkaufen Socken? Wie wäre es mit einem Abo-Modell? Was für Sie zunächst keinen Sinn ergibt, findet evtl. reißenden Absatz. Viel entscheidender ist aber noch: Starten Sie damit, sich persönlich für Veränderung und Innovation zu begeistern. Nur wer den Mut hat auch Altbewährtes in Frage zu stellen, wird am Ende dafür mit langfristigem Erfolg belohnt.

Diejenigen, die Veränderungen ablehnen, sagen: „Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird.“ Denen sollten Sie antworten: „Aber so viel kann ich sagen: Es muss anders werden, wenn es gut werden soll.“

Ihr
Nicolas Burkhardt

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