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Disruption

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Haben Sie schon Mal von Chicxulub gehört? Das Wort klingt ziemlich exotisch und tatsächlich liegt der Chicxulub-Krater im Norden der Halbinsel Yucatan.

Vor gut 66 Mio. Jahren begann hier das Ende einer langen Ära. Ein 10-15 km großer Asteroid schlug unvermittelt auf der Erde ein und beendete in seiner Folge das Zeitalter der Dinosaurier und das von ca. 70-75% aller bestehenden Arten. Die bis dahin mächtigsten Lebewesen der Welt waren vollkommen chancenlos.

Jetzt fragen Sie sich, lieber Leser, warum in einer Kolumne zum Thema Innovation über Asteroiden und Dinosaurier gesprochen wird. Die damalige Situation liefert eine wunderbar treffende Analogie zu der Diskussion über Innovationskraft und Disruption und zeigt auch, warum so gut wie jedes Unternehmen von den Entwicklungen betroffen ist.

Dinosaurier waren gigantische Lebewesen, die mächtigsten ihrer Zeit. Schaut man sich Hollywoods Nachbildungen in Jurassic Park an oder geht einfach mal wieder ins Naturkundemuseum, bekommt man den Eindruck, nichts und niemand hätte diese Giganten der Urzeit je in Bedrängnis bringen können – ein Trugschluss, wie sich bekanntlich herausgestellt hat.

Ganz ähnlich verhält es sich aktuell mit Unternehmen und Geschäftsmodellen. Mächtige, teils lange Jahrzehnte, tradierte Organisationen mit starken Strukturen beherrschen die Märkte. Mal geht es dem einen oder anderen schlechter, aber grundsätzlich ist das Leben der Organisationen nach außen stabil. Die Umsatzströme fließen, die Geschäftsmodellmechanik funktioniert.

Wie wäre es aber, wenn plötzlich eine disruptive Veränderung – wie der Einschlag des Asteroiden seinerzeit – ganze Märkte umwälzen würde? Wären Unternehmen – wären Sie vorbereitet?
Viele warten noch auf den Einschlag, aber jetzt kommt die schlechte Nachricht: Der Einschlag hat bereits stattgefunden! Es mag überraschend wirken, weil man vom „Wumms“ ja nichts gehört hat. Es hat auch nirgendwo gewackelt oder sowas, aber wenn Sie mal recht überlegen…?

Digitalisierung, Globalisierung, Internet of Things und weitere Megatrends beginnen die Märkte radikal und nachhaltig zu verändern: Technische Reproduzierbarkeit von zuvor aufwändig hergestellten Gütern, zunehmende Automatisierung und in der Folge das Substituieren ganzer Prozesse, Dienstleistungen oder Produkte. Der Einschlag treibt seine Druckwellen über den Globus.

iTunes veränderte die Musikindustrie, airBnB die Reisebranche, Amazon viele Innenstädte und Tesla könnte den gesamten Automobil- und Zulieferermarkt umkrempeln. Schlüsselinnovationen wie der 3D-Druck stehen dabei erst noch vor ihrer vollständigen Entfaltung.

Was lässt sich also tun, um nicht das Schicksal der Dinosaurier zu teilen? Jetzt kommt die gute Nachricht:
Überlebt haben seinerzeit Tierarten, die durch ihre geringere Größe agiler und flexibler in der Anpassung auf neue Umfeldfaktoren waren. Bleiben wir im Modus der Analogien: Überleben werden die Unternehmen, die flexibel sind, ohne dabei in den klassischen Reflex von Ressourcenreduktion zu verfallen.

Trainieren Sie Ihre Fähigkeit zu Antizipation und machen Sie sich bereit! Seien Sie flexibel, werden Sie agil! Stärken Sie Ihre Innovationskraft und erarbeiten Sie frühzeitig neue Geschäftsmodelloptionen und schauen Sie nach den richtigen Partnern.

Seien Sie offen für Ideen, treiben Sie Ihre eigenen Visionen voran. In Ihren Schubladen helfen Ihnen diese Konzepte nicht weiter.

Ihr

Nicolas Burkhardt

adminDisruption