Glossar


Glossar

Mit unserem Glossar bieten wir Ihnen ein umfassendes und ständig wachsendes Nachschlagekonzept für Techniken, Fachbegriffe und Methoden. Gerade wenn Sie sich selbst auf einen Workshop in Ihrem Unternehmen vorbereiten, finden Sie hier sicherlich einige passende Anregungen zur Strukturierung einer zielorientierten Veranstaltung.



6-3-5-Methode
DIE METHODE:

Die Technik begeistert durch die immense Schnelligkeit, mit der Ideen generiert werden. Sie funktioniert spontan und auch mit ungeübten Teilnehmern. Innerhalb kurzer Zeit werden bis zu 108 Ideen produziert (6 Teilnehmer schreiben 3 Ideen in 5 Minuten
in 6 Reihen).
Jeder Teilnehmer erhält ein Arbeitsblatt, auf dem die Fragestellung festgehalten ist.
Pro Runde sind 5 Minuten Zeit, 3 Ideen in eine Zeile ihres Arbeitsblattes zu schreiben. Anschließend werden die Blätter weitergereicht. Die Teilnehmer greifen die Einfälle auf, entwickeln sie weiter und notieren ihre Ideen. Dies wird bis zur letzten Zeile des Arbeitsblattes wiederholt.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Arbeitsblätter, Stifte, Karten und Pinnwände für Zusammenfassung, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung Alle 
4 – 6



6-Hüte-Methode
DIE METHODE:

Die Technik wurde 1986 von Edward de Bono entwickelt und ist eine Mischung aus Gruppendiskussion und Rollenspiel. Potenzial und Spaßfaktor sind sehr groß, allerdings sollten die Teilnehmer Erfahrung mit Kreativtechniken haben.
Jeder Hut symbolisiert eine bestimmte Charaktereigenschaft (weiß = analytisch, rot = emotional, schwarz = kritisch, gelb = optimistisch, grün = kreativ, blau = moderierend). Die Teilnehmer setzen die Hüte auf und denken und diskutieren dann aus dem zugehörigen Blickwinkel. Anschließend werden die Hüte reihum getauscht, bis jeder Teilnehmer aus jeder Perspektive agiert und sich zum Problem geäußert hat. Die Aussagen werden auf Pinnwänden gesammelt und zusammengefasst. Es gibt viele weitere Varianten der Methode.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Hüte (oder Kärtchen, Armbänder …) in den Farben Weiß, Rot, Schwarz, Gelb, Grün, Blau, Pinnwände, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Analyse, Ideenfindung, Auswahl Alle 
6 – 12


6-W-Methode
DIE METHODE:

„Wer hat was, wann, wie, wo und warum getan?“ – die klassischen W-Fragen sind die Basis dieser besonders einfach einsetzbaren Analyse-Technik. Durch die Fragen wird ein Problem in Einzelteile zerlegt, die wesentlichen Bestandteile erkannt, Verbindungen gezogen und die Vorbereitung der Ideenfindung eingeleitet.
Die Teilnehmer stellen sich den 6-W-Fragen, aktivieren so ihr Vorwissen und verschaffen sich einen Überblick über das eigentliche Ziel. Das Problem wird so in mehrere Informa- tions-Einheiten unterteilt. Anschließend werden die Ergebnisse zusammengefasst und in eigenen Worten wiedergegeben, um das Verständnis zu vertiefen. Eine optionale zweite Runde kann aus einer anderen Perspektive durchgeführt werden.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Arbeitsblatt oder Pinnwand

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Analyse, Auswahl Alle
 1 – 5


ABC-Methode
DIE METHODE:

Diese schnelle Technik verbindet Spontanität und einfache Dokumentation. Durch die Vorgabe, zu jedem Buchstaben eine Idee zu entwickeln, werden gezielt spontane Gedanken provoziert und anschließend versprachlicht.
Jeder Teilnehmer oder jedes Team (wenn gegeneinander „gespielt“ wird) erhält ein Arbeitsblatt, auf dem pro Zeile ein Buchstabe des Alphabets aufgeführt wird. Die Teilnehmer schreiben ihre Einfälle zu dem Buchstaben in die Zeile – ähnlich wie bei dem Spiel „Stadt-Land-Fluss“. Jede Zeile sollte gefüllt werden. Beim Spiel in Teams gewinnt jenes mit den meisten Zeilen. Der Moderator reagiert in der Vorstellung der Ergebnisse auf die Ideen und fasst diese zusammen.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Arbeitsblatt, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung, Auswahl Alle 
1 – 20


Advocatus Diaboli
DIE METHODE:

Ein Teilnehmer, oder der Moderator, übernimmt zu einem analysierten Problem die Rolle des Advocatus Diaboli und versucht durch kontroverse Argumentationen die Gruppe zu überzeugen. Anschließend wird diskutiert ob, wie, wann und warum dies gelang – oder eben nicht. Diese Methode ist eine einfachere Variante der 6-Hüte-Methode. Gegenpositionen und spezielle Standpunkte sollen ganz bewusst vertreten werden.
Da die Teilnehmer eine Rolle einnehmen, sind offenere Diskussionen möglich. Der Gewinn an Offenheit geht allerdings zum Teil mit theatralischem Verhalten einher,
da die Rollen oft übersteigert dargestellt werden. Der Moderator muss erfahren sein, um die Gruppe dennoch zum Ziel zu führen und die Ergebnisse zusammenzufassen.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Analyse Alle
 2 – 20


Analogietechnik
DIE METHODE:

Mithilfe von Analogien wird die Betrachtung eines Problems verändert, um neue Ideen zu provozieren. Es werden Parallelen gezogen zwischen strukturell ähnlichen Dingen des täglichen Lebens, etwa einem Abrechnungsprozess und einem Luxus-Restaurant. Die Vorteile der Analogie werden analysiert und beschrieben. Die gewonnenen Ansatzpunkte lenken die Ideenproduktion in neue Richtungen und werden zurück
in die „Problem-Realität“ übertragen.
Die Methode ist leicht verständlich und für „logisch“ denkende Teilnehmer, z.B. Techniker, zugänglich und sehr vielseitig, da es nahezu unendliche Analogie-Möglichkeiten gibt. Allerdings eignet sie sich nicht gut für sehr komplexe und sehr technische Probleme.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Arbeitsblatt, Pinnwände, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung
 Produkt, Design, Service, Technologie 1 – 10


Attribute-Listing
DIE METHODE:

Die Technik ist mit der Morphologischen Matrix verwandt, allerdings mit einem engeren und detaillierteren Anwendungsbereich. Sie ist gut geeignet, die Lebensdauer eines Produktes zu verlängern, indem es mit interessanten Neuerungen ausgestattet wird. Das Produkt, der Service oder die Leistung wird in einzelne Merkmale zerlegt und
der Ist-Zustand beschrieben. Dann werden systematisch Variationen zu jedem Merkmal identifiziert. Anschließend muss lediglich noch eine Auswahl durchgeführt werden.
Diese einfache und schnelle Methode ist ohne großen Trainingsaufwand einsetzbar. Allerdings eignet sie sich nur für Prozess- und Produktinnovationen und ist auch für sehr komplexe Probleme nicht gut geeignet.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Arbeitsblatt

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung Prozess, Produkt 1 – 10


Bisoziation
DIE METHODE:

Bei dieser Technik werden zwei vorher unverbundene „Denk-Dimensionen“ zusammengebracht und Bilder, Begriffe oder Vorstellungen aus unterschiedlichen Bezugsrahmen miteinander verknüpft. Wenn ein Ziel formuliert worden ist, sucht man über Reizbilder eine zweite „Denk-Dimension“. Nun sollen Analogien und gemeinsame Prinzipien gefunden werden, um daraus neue Ideen entstehen zu lassen.
Die Methode eignet sich besonders zur Ideenfindung in Werbung und Marketing und kann sehr effektiv sein, weil sie völlig neue Ansätze liefert. Allerdings ist das Finden brauchbarer Analogien oft schwierig und gelingt nicht immer im ersten Anlauf. Wichtig sind Übung und die Erkenntnis, dass häufig zunächst nur Vor-Ideen produziert werden.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Reizbilder, Blankoblätter, Flipchart, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung
 Produkt, Design, Service, Technologie 1 – 8


Brain-Poker
DIE METHODE:

Brain Poker ist eine Brainwriting-Variation (auch verwandt mit der Semantischen Intuition), bei der spontane Ideen gesammelt und auf Karten notiert werden. Diese werden paarweise verteilt und die Wortverbindungen als Vorlage für neue Assoziationen und Lösungsansätze genutzt. Eine weitere Variante ist das „offene Pokern“, wobei
die Gruppe versucht, durch Tausch von aufgedeckten Karten passende Verbindungen zu erstellen.
Durch die spielerische Komponente wird man schnell zu neuen Denk-Dimensionen geführt. Es entstehen viele Vor-Ideen, da ein Paar mehrere Ideen produzieren kann. Es kann allerdings passieren, dass mehrere Runden „gespielt“ werden müssen,
da nur schwer Analogien und Zusammenhänge gefunden werden.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Kleine Moderationskarten, Flipchart, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung Alle 
4 – 10


Brainstomping
DIE METHODE:

Brainstomping (auch als Brainstomp® bekannt) ist eine Methode, bei der die Ideen- sammlung durch eine rhythmische Körperübung (Klatschen und Bewegen zu Musik) eingeleitet wird, um das kreative Denken zu stimulieren. Die Technik beginnt mit einer Auflockerung für Körper und Geist, gefolgt von einer Umformulierung der Probleme und der Erweiterung der Perspektiven. Ungewöhnliche und verrückte Ideen werden formuliert und die Kernideen gefiltert. Diese werden anfassbar gemacht, auf Realisierbarkeit überprüft und Umsetzungskonzepte entworfen.
Es wird eine schnellere Verbindung der beiden Gehirnhälften hergestellt und somit viele gute Ideen produziert. Allerdings muss man sich darauf einlassen, weshalb dies zunächst mit Gruppen durchgeführt werden sollte, die sich kennen.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Ausreichend Platz für Bewegung, Musik, Flipcharts, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung Alle
 4 – 50


Brainstorming
DIE METHODE:

Dies beschreibt eine Gruppe von Kreativitätstechniken bzw. Problemlösungsmethoden, die sich durch freies Gedankenäußern ohne unmittelbare Bewertung auszeichnen.
Als wesentlichste Prinzipien dabei gelten: Quantität vor Qualität, Verzicht auf Kritik oder Auswahl, Visualisierung aller Ideen und Möglichkeit zum Fantasieren.
Brainstorming ist eine der klassischsten Ideenfindungstechniken und gut geeignet für den Einstieg in Kreativmethoden oder in ein Thema. Die Methode ist einfach und effektiv und lässt schnell viele Ideen-Impulse entstehen. Leider wird sie häufig nicht richtig angewandt und deshalb in ihrem Wert unterschätzt.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Flipchart, Moderator/Protokollant

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung Alle
 2 – 12


Brain-Walking
DIE METHODE:

Diese Technik beinhaltet einen hohen Bewegungsanteil, wodurch viel Dynamik entsteht und der Ideenfluss gefördert wird. Für je 2-3 Teilnehmer wird ein Flipchart aufgestellt und auf jedem das Ziel notiert. Zunächst schreiben die Teilnehmer spontane Ideen
auf ihr Flipchart. Anschließend gehen sie durch den Raum, lassen sich durch die anderen Flipcharts inspirieren und schreiben in Stillarbeit weitere Ideen dazu. Anschließend werden die Blätter abgenommen und ideenweise in Streifen
geschnitten. Die Einzelideen werden sortiert, ausgewertet und bewertet.
Die Technik schafft eine lockere Atmosphäre, ist simpel und nimmt auch introvertierte
Teilnehmer aktiv mit. Es muss jedoch ausreichend Platz vorhanden sein, und die Auswertung muss gut moderiert werden.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Je 1 Flipchart für 2 – 3 Teilnehmer, evtl. Scheren, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung Alle 
4 – 12


Brainwriting-Pool
DIE METHODE:

Je 5 – 8 Teilnehmer sitzen an einem Tisch, in der Mitte ein Stapel leerer Moderations- karten. Jeder schreibt eine Idee auf eine Karte und reicht diese an seinen rechten Nachbarn weiter. Anschließend nimmt man sich direkt eine neue Karte für die nächste Idee. Vom Nachbarn erhaltene Karten werden gelesen, eventuell ergänzt und dann weitergereicht. Erhält man eine eigene Karte zurück, kann man diese ebenfalls ergänzen und in den Pool in der Mitte des Tisches legen. Teilnehmer, denen keine Ideen mehr einfallen, können sich eine Karte aus dem Pool nehmen und diese ergänzen oder sich dadurch inspirieren lassen.
Die Sitzungen sind meist sehr rege und auch stillere Teilnehmer werden gut eingebunden. Die Fixierung der Ideen fördert Verbesserungen durch andere Teilnehmer. Allerdings können auch missverständliche Ideen entstehen.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Pinnwände, Moderationskarten, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung Alle 
5 – 20


Bull‘s Eye
DIE METHODE:

Mit dieser Technik können einzelne Ideen effizient und schnell ausgewählt werden.
Im Vorfeld werden den Teilnehmern die Ideen und die verwendete Bewertungsscheibe genau vorgestellt. In der Bewertungsscheibe gibt es Segmente, die Eigenschaften der Ideen kennzeichnen. Nun setzen die Teilnehmern pro Segment eine Pinnwandnadel. So entsteht eine übersichtliche Auswahl, die auch als Foto in ein Bewertungsprotokoll übernommen werden kann.
Die Methode ist schnell und anschaulich, muss allerdings gut erklärt werden. Jeder Teilnehmer hat die Möglichkeit zu Feedbacks, und die Gesamtbefindlichkeit des Teams wird sichtbar. Allerdings sollten „Alpha-Tiere“ nicht mit der Bewertung beginnen,
da diese beeinflussen könnten.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Arbeitsblatt (Bewertungsscheibe), Pinnwände und -nadeln, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Auswahl Alle 
4 – 20


Business Model Canvas
DIE METHODE:

Das von Alexander Osterwalder erfundene Business Model CANVAS ermöglicht
eine strukturierte Darstellung neuer oder bestehender Geschäftsmodelle. Über neun Kategorien gehen die Teilnehmer jede neuralgische Position eines Geschäftsmodells ab, halten Essenzen fest und arbeiten Zusammenhänge und logische Verknüpfungen heraus. Die bildliche Darstellung verhilft zu einem schnellen gemeinschaftlichen Verständnis
und macht das Modell auch für Unbeteiligte jederzeit zugänglich und nachvollziehbar.
Die Technik gewährleistet eine schnelle Business-Planung und eine gute Übersicht auch für Prozessexterne. Die effiziente Nutzung des Tools erfordert jedoch eine relativ komplexe Einarbeitung.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Vorlage BM CANVAS, Brown Paper, Stifte, Metaplanwand

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Entwicklung Alle
 1 – 6


Cherry Picking
DIE METHODE:

Bei dieser Auswahltechnik sucht sich jeder Teilnehmer aus einem vorbereiteten Ideenpool schnell und spontan die drei Ideen aus, die ihm am vielversprechendsten erscheinen. Anschließend muss er sich für einen Favoriten entscheiden und die Auswahl der Gruppe gegenüber begründen. Die Gruppe entscheidet dann, welche der Favoriten, in welcher Reihenfolge, weiter bearbeitet werden sollen.
Durch die schnelle „Sicherung“ der beliebtesten Ideen werden Diskussionen enorm abgekürzt. Allerdings darf den Teilnehmern vorher nicht verraten werden, dass von den drei Ideen nur eine übrig bleibt. Allen Teilnehmern sind die Auswahlgründe bekannt, und meist werden die Teilnehmer nicht ihre eigenen Ideen auswählen.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Im Vorfeld verschriftlichte Ideen, Flipchart, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Auswahl Alle
 2 – 12


Design Thinking
DIE METHODE:

Das Verfahren orientiert sich an der Arbeit von Designern, die als eine Kombination aus Verstehen, Beobachtung, Ideenfindung, Verfeinerung, Ausführung und Lernen verstanden wird. Dabei bauen die einzelnen Prozessphasen aufeinander auf, und für Konzept- anpassungen sind Rücksprünge in Vorphasen möglich.
Die Methode funktioniert ausschließlich, wenn das Mindset der Teilnehmer sehr offen ist. Ist dies gegeben, ist die stark kundenzentrierte Methode jedoch hochgradig effizient, um schnell an greifbare Ideen zu kommen, diese zu visualisieren und fortlaufend am „Markt“ zu überprüfen. Wenn die Teilnehmer jedoch nicht offen genug sind, ist kein Mehrwert durch die Methode zu erwarten.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Pinnwände, diverse Baumaterialien (Prototypenbau), Klebezettel, Tester

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Alle
 Produkt, Service
4 – 12 (pro Gruppe)


Discussion 66
DIE METHODE:

Die Technik ist eine Variante des Brainstormings für große Gruppen. Die Zahl 66 ergibt sich aus der Gruppengröße (6 Personen) und aus der Zeit zur Ideenfindung (6 Minuten). Jede Kleingruppe führt ein sechsminütiges Brainstorming durch und stellt dann ihre Top- Ideen im Plenum vor. Es können auch mehrere Runden in unterschiedlicher Besetzung oder z.B. „Discussion 89“-Runden abgehalten werden.
Ein erfahrener und eloquenter Moderator ist sehr wichtig. Die Gruppe muss gut angewiesen, begeistert und moderiert werden. Die Gruppendynamik und ein Wettbewerbsaspekt können motivieren. Allerdings können vertiefende Ideen und Konzepte nur durch mehrere Runden oder weitere Techniken erarbeitet werden.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Großer Raum, Flipcharts, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung, Auswahl
Produkt, Design, Service, Technologie 18 – 60


Elevator Pitch
DIE METHODE:

Die „Aufzugspräsentation“ bietet einen kurzen, informativen und prägnanten Über-
blick einer Idee. Die Technik, die in der Zeit einer Fahrstuhlfahrt (ca. 30 Sekunden) durchgeführt werden kann, dient dazu, unzureichende Ideen schnell auszusondern.
Bei der Vorbereitung sollten die Ziele, der relevante Markt, die Zielgruppe und die Besonderheit der eigenen Produkte oder Dienstleistungen im Vergleich zu den Wettbewerbern analysiert und festgelegt werden. Erfolgreich wird die Technik durch eine bildhafte Sprache, die positive Assoziationen weckt, die Körpersprache und die Stimme.
Die Methode sollte nur von Kreativtechnik-erfahrenen Teilnehmern durchgeführt werden. Sie dient lediglich einer schnellen Vorauswahl von komplexeren Themen oder neuen Geschäftsmodellen.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Auswahl, Entwicklung Alle
 2 – 50


Idea 2 Go
DIE METHODE:

Die Methode macht kollektives Wissen sicht- und greifbar. An jedem Tisch befinden sich 4 – 5 Personen. Der Moderator stellt den Case vor, der auch auf der Papiertisch- decke steht. Der Case wird am Tisch 20 – 30 Minuten diskutiert und die Ideen auf der Tischdecke festgehalten. Nach Ablauf der Zeit bleibt ein „Gastgeber“ am Tisch, die anderen Personen verteilen sich. Der „Gastgeber“ stellt den neuen Teilnehmern die vorhandenen Erkenntnisse vor, und diese ergänzen, verbinden oder bewerten sie. Anschließend werden die Tischdecken aufgehängt und im Plenum vorgestellt.
Die Teilnehmer können eindeutig Position beziehen und unterschiedliche Perspektiven austauschen. Durch die kleinen Runden kann besser diskutiert und generiert werden. Allerdings muss eine ausreichende Gruppenstärke vorhanden sein.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Tische, Stifte, Papiertischdecken, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung, Auswahl
Prozess, Produkt, Service, Technologie 8 – 50


Ideen-Marktplatz
DIE METHODE:

Diese Technik überführt innovative Konzepte effektiv in reale Produkte oder Geschäfts- modelle und erschließt neue Ertragsquellen. Ein Moderator steht in der Mitte des Plenums und stellt diesem zuvor generierte Ideen vor. Er vermittelt wie ein Auktionator zwischen Angebot (Ideen) und Nachfrage (z.B. Ressourcen, finanzielle Mittel).
Das Plenum wandert in Kleingruppen von Ideengeber zu Ideengeber. Angebote
und Entscheidungen werden mittels Live-Protokoll dokumentiert. Nach erfolgreicher Auktion wird die Umsetzung durch Ideengeber und -owner gestartet.
Ein Vorteil der Methode ist, dass ressourcenintensive Konzepte durch die Verteilung auf mehrere Venturegeber eher umgesetzt werden. Zudem sind Aufbereitung und Tracking der priorisierten Ideen gegeben. Jedoch ist eine intensive Vor- und Nachbereitung erforderlich.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Im Vorfeld generierte Ideen, geeignete Räumlichkeit, Beamer, Flipcharts, Bewertungs-Chips, Laptop, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Entwicklung Alle
 5 – 8


Ideen-Quartett
DIE METHODE:

Diese Technik wurde 2013 von Dirk Wirth und Nicolas Burkhardt entwickelt. Wie bei einem Quartett-Spiel bekommen vier Teilnehmer acht oder 16 Karten. Jeder schreibt pro Karte eine Idee zum besprochenen Case auf. Dann spielt jeder Teilnehmer reihum eine Idee aus und erklärt sie kurz. Die Teilnehmer wählen die beste Idee aus und legen sie beiseite. Aus den restlichen Ideen wählt der Gewinner der Runde einen „Lucky Loser“ aus und legt ihn zur Gewinner-Idee. Es wird gespielt bis keine Karten mehr übrig sind. Nun werden alle Gewinnerkarten offen in die Tischmitte gelegt und die Teilnehmer fügen aus vier Karten ein Gesamtkonzept zusammen.
Die Technik vereint Ideenfindung und -auswahl. Da zunächst meist nur Vor-Ideen auf den Karten stehen, entstehen durch die Zusammenführung wirkliche Konzepte. Die erste Runde kann auch mit „Problemen“ statt Ideen gespielt werden und so der Analyse dienen. Unerfahrene Gruppen sollten durch einen Moderator unterstützt werden.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Leere Spiel-Karten, Stifte, Flipchart, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

(Analyse), Ideenfindung, Auswahl Alle
 4 – 8


Innovation Digging
DIE METHODE:

Innovation Digging ist die erste systematische Methode zur strategischen Kreativkräftebündelung, die die Wahrscheinlichkeit wertschöpfend relevanter Ideen und Innovationen nachweislich erhöht. Entwickelt wurde die Methode von Benno van Aerssen. Wie bei Archäologen werden gewissermaßen Schnüre auf dem Boden des Suchterrains gespannt und Suchfelder angelegt, die systematisch bearbeitet werden können. Mithilfe dieses „Planums“ kann man Such- felder identifizieren, kennzeichnen, diskutieren und sich auf gebündelte Ideenfindungen vereinbaren. Das „Planum“ wird somit zu einem Tool, welches mindestens bei jeder Teambesprechung als unerlässliches Werkzeug an der Wand hängt und die Ideenfindung unterstützt.
Es ist ein sehr systematisches und nachhaltiges Tool, welches allerdings einen erfahrenen Moderator und Zeit benötigt. (fragen Sie einen Workshop „Innovation Digging“ an)

MATERIAL/RESSOURCEN:

Metaplanwand, evtl. Leer-Planum, Brown Paper, Stifte, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Analyse, Ideenfindung, Auswahl Alle
 4 – 24


Kollektives Ideenbuch
DIE METHODE:

Die Technik ist eine Form des Brainstormings/-writings, bei der die gegenseitige Anregung zur Ideenproduktion ohne gleichzeitige Anwesenheit der Teilnehmer funktioniert. Nach einer Analyse werden Problemstellung und Spielregeln im kollektiven Ideenbuch fest-gehalten. Das Buch wird an zentraler Stelle im Unternehmen ausgelegt und alle Teil-nehmer müssen es regelmäßig sichten, Ideen eintragen, ergänzen, verfeinern und bewerten. Bei Unternehmen mit mehreren Standorten kann das Buch auch von Teilnehmer zu Teilnehmer geschickt werden. Am Ende gibt es einen gemeinsamen Workshop, um die Inhalte zu besprechen und Umsetzungen abzuleiten.
Die Ideenfindung dauert sehr lange (2 Wochen bis 6 Monate). Allerdings können auch komplexe Fragestellungen gut bearbeitet werden, ohne ein Team an einem Ort zu haben, und es gibt stetige Inkubations-Phasen.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Notizblöcke oder -bücher

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung, Auswahl
Prozess, Produkt, Service, Technologie 2 – 50


Kopfstand-Methode
DIE METHODE:

Diese Technik funktioniert nach dem „Negativ-Denken-Prinzip“ und macht meist viel Spaß. Zunächst wird eine Fragestellung in ihr Gegenteil umgekehrt. Zum Beispiel wird die aus der Feststellung „Ihr Sohn bekommt ständig schlechte Schulnoten!“ resultierende Frage „Wie werden die Schulnoten meines Sohnes besser?“ zur Umkehrfrage: „Wie werden die Noten meines Sohnes noch schlechter?“ Dann werden Lösungsideen generiert, z.B. mittels Brainstorming, und die gefundenen Ideen ins Positive umgekehrt.
Je nach Fragestellung und Gruppendynamik kann eine Gruppe jedoch schnell in einem „Negativ-Korridor“ bleiben und denken. Mit einem erfahrenen Moderator können aber sehr gute Ideen-Impulse generiert werden, gerade zum Einstieg in ein Thema oder einen Workshop.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Flipchart, Tafel, Stifte, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung Alle 
1 – 8


Kreuzworträtsel
DIE METHODE:

Die Technik in Form des vertrauten Kreuzworträtsel-Rasters lässt schnell die lockere Atmosphäre entstehen, die ein Kreativmeeting braucht. Zusätzlich entsteht ein sportlicher Anreiz, wenn Klein-Gruppen „gegeneinander“ Ideen generieren (Wer schafft mehr? Wer hat weniger „weiße Flecken“? Wer hat mehr „Y“?). Auf einem karierten Blatt wird z.B.
die Problemstellung als Wort in die Mitte geschrieben (ein Buchstabe pro Kästchen). Die Teilnehmer schreiben ihre Ideen ebenfalls in dieser Form dazu, wodurch wieder Buchstaben-Kombinationen entstehen, die zu neuen Ideen anregen.
Durch die Konzentration auf das Kreuzworträtsel gerät das „Tagesgeschäft“ schnell in den Hintergrund, was Querdenker-Ideen fördert. Die Auswertung ist jedoch etwas umständlicher, da häufig Ideen umformuliert oder zusammengefasst werden müssen.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Kariertes Papier, Flipchart, Metaplanwand, Stifte, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung 
Alle
 1 – 5 (pro Gruppe)


Lateral Map
DIE METHODE:

Diese Technik führt Menschen sehr konkret an das laterale Denken heran. So genial dieses auch ist, so benötigt es doch Energieaufwand, um es nutzbar zu machen.
Die Lateral Map erschließt schnell und konkret die Möglichkeiten des „Querdenkens“. Ein Problem wird in der Mitte eines vorgegebenen Arbeitsblattes notiert. Nun lässt man sich durch Begriffe in der oberen Zone (Lateral Zone) inspirieren und schreibt zu jedem Begriff mehrere Impulse auf das Blatt. Anschließend werden in der unteren Zone (Ideen- Zone) alle Ideen aufgeschrieben, die durch die Impulse in Verbindung mit dem Problem eine Lösung ergeben können.
Die Lateral Map ist sofort und ohne Training anwendbar und fördert den kreativen Entwicklungsprozess. Man muss sich allerdings auf laterales Denken einlassen können.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Arbeitsblatt, Metaplanwand, Stifte, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung Alle 
3 – 8


LEGO Serious Play
DIE METHODE:

Die Technik verbindet die Vorzüge des Spiels und Modellierens mit LEGO®-Steinen mit den Belangen der Geschäftswelt (siehe auch „LEGO-Workshop“). Sie wird für Teams & Einzelpersonen eingesetzt, die neue Ideen fördern, ihre Kommunikation verbessern und Problemlösungen beschleunigen wollen. Die Teilnehmer erarbeiten Geschäftsstrategien, optimieren die Zusammenarbeit im Team, analysieren Krisensituationen oder erarbeiten Lösungskonzepte.
Die Technik fördert Kreativität durch intensive Nutzung der Hand-Hirn-Verbindung, macht Probleme durch begreifbare Modelle verständlich und erschließt Wissen und Erfahrungen aller Teilnehmer. Jedoch werden ausreichend LEGO-Material, genügend Zeit und ein großer Raum benötigt.

MATERIAL/RESSOURCEN:

LEGO-Material, Flipcharts, Digitalkamera, erfahrener Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Analyse, Ideenfindung, Auswahl
Prozess, Produkt, Service, Technologie, Geschäftsmodell 3 – 8


Maßband
DIE METHODE:

Diese Auswahltechnik nutzt die gleichzeitige Abstimmung in Form von Gewichtung der Ideen, ohne lange Diskussionen und Hierarchien. Nach der Ideenfindung werden 10 – 20 Top-Ideen auf Karten geschrieben und aufgehängt, und jeder Teilnehmer bekommt ein 1m-Papier-Maßband. Jeder Teilnehmer verteilt diese 100cm auf seine Top-Ideen, indem er das Maßband mit einer Schere zerschneidet. Je besser die Idee, desto mehr Zentimeter bekommt sie. Anschließend kleben die Teilnehmer ihre Stücke untereinander an die Ideen. Somit entsteht ein direkt ablesbares Gruppenergebnis.
Die Methode ermöglicht schnelle Visualisierung und Auswertung. Sie ist gut geeignet zur Vorauswahl und für einfachere Themen. Komplexe Themen können jedoch nicht abschließend bewertet werden.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Papier-Maßbänder, Karten, Stifte, Scheren, Klebeband, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Auswahl Alle
 4 – 12


Maßnahmenplan
DIE METHODE:

Mithilfe eines Maßnahmenplans kann ein Team zielgerichtet entscheiden, welche Aktivitäten wann, in welcher Reihenfolge, mit welchem Aufwand, von wem, bis wann und unter welchen Prämissen ausgeführt werden müssen. Alle Beschlüsse werden in Form einer Tabelle verständlich und verbindlich festgehalten. Dazu reicht zunächst ein Flipchart. Anschließend werden die Ergebnisse auf ein Brown Paper oder in eine Excel- Tabelle übertragen, um Transparenz zu schaffen und sie als bearbeitbares Werkzeug nutzen zu können.
Der Vorteil der Methode liegt in der unmissverständlichen, kontrollierten und nachvollzieh- baren Entwicklungs-Dokumentation. Ein Maßnahmenplan ist ein „lebendes“ Tool und muss transparent verfügbar sein und regelmäßig überprüft werden.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Flipchart, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Entwicklung Alle
 1 – 12


Meilensteinplan
DIE METHODE:

Ein Meilenstein ist stets ein wichtiges Ziel im Ablauf eines Projektes. Der wesentliche Bestandteil eines Meilensteinplans, der im Rahmen einer gemeinsamen Sitzung festgelegt werden sollte, ist daher die scharfe Terminfokussierung und die dazugehörige Kommunikation. Die besprochenen Meilensteine werden festgehalten und auch, wann an wen kommuniziert wird. Bei jedem weiteren Meeting wird der Plan aufgehängt und überprüft.
Der Vorteil liegt in der unmissverständlichen und klaren Kommunikation. Zudem schafft der Plan ein identisches Verständnis der Entwicklungsziele bei Beteiligten und Außenstehenden. Allerdings muss der Plan diszipliniert gepflegt und beachtet werden.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Flipchart, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Entwicklung Alle
 1 – 12


Mind-Mapping
DIE METHODE:

Mind-Mapping ist eine sehr effiziente und universelle Kreativitäts-, Notiz- und Merktechnik mit nahezu unbegrenzten Möglichkeiten. Beide Gehirnhälften werden aktiviert und durch visualisierte, strukturierte Informationen die Leistung gesteigert. In der Mitte eines möglichst großen Arbeitspapiers im Querformat wird das Hauptthema notiert oder visualisiert. Von diesem Thema wird für jeden tiefergehenden Gedanken eine Linie gezeichnet, die keiner Regel unterliegt. An diese Linien werden die verschiedenen Unterpunkte und Ideen geschrieben, und von ihnen können weitere Linien abzweigen. Somit entsteht neben Ideen und Bildern im Kopf gleichzeitig ein Protokoll.
Die Vorteile liegen in der schnellen Erfassung auf einen Blick, der Strukturierung und
den stetigen Ergänzungen. Zudem werden Lücken sichtbar. Allerdings erfordern Mind- Maps regelmäßige Übung, und häufig fehlt Akzeptanz bei Personen, die mit der Methode nicht vertraut sind.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Flipchart, Metaplanwand, Stifte

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Analyse, Ideenfindung, Auswahl Alle 
1 – 10


Morphologische Matrix
DIE METHODE:

Diese Technik zerlegt ein Problem in seine Einzelteile, die dann wieder vielfältig kombiniert und zusammengesetzt werden. Die Matrix ist gut geeignet für Ideenvielfalt in den Bereichen Produktneuformulierung und -entwicklung. Zu Beginn werden
die veränderbaren Eigenschaften des Problems in der ersten Spalte einer Tabelle untereinander notiert. Anschließend werden alle Alternativen zu den Eigenschaften
in die jeweilige Spalte notiert. Nun können mit Pfeilen oder „Blitzlinien“ die Alternativen miteinander verbunden und neue Kombinationen zu Ideen ausgearbeitet werden.
Die Matrix kann auch als längerfristiges Tool genutzt und häufiger bearbeitet werden. Allerdings können Erstanwendungen oder zu geringes Expertenwissen über das Problem zu Fehldefinitionen führen.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Flipchart, Metaplanwand, Stifte, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

(Analyse), Ideenfindung, (Auswahl) Produkt, Service 
1 – 10


Open Space
DIE METHODE:

Die Technik ermöglicht es, mit einer großen Teilnehmerzahl in kurzer Zeit wesentliche Aspekte eines umfassenden Themas innovativ und lösungsorientiert zu bearbeiten und eine Aufbruchsstimmung zu erzeugen. Sie schafft einen methodischen Rahmen, in dem viele Menschen selbstorganisiert und selbstverantwortlich Probleme gemeinschaftlich bearbeiten können. Jeder kann ein Teilproblem, das ihm besonders am Herzen liegt, vorantreiben. Diese werden erst zu Beginn der Veranstaltung formuliert. So entsteht ein großer Themen-Marktplatz, auf dem sich die Teilnehmer zu Themengruppen zusammenschließen.
Der Moderator muss sehr erfahren sein und, je nach Teilnehmeranzahl, Co-Moderatoren haben. Bei richtiger Durchführung ermöglicht die Methode eine breite Beteiligung. Zudem erzeugt sie gegenseitiges Verständnis sowie Energie für die Umsetzung der gemeinsam erarbeiteten Ideen.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Ausreichend Raum, pro Gruppe mindestens ein Moderationskoffer, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Analyse, Ideenfindung, Auswahl Alle
 20 – 100


Osborn-Checkliste
DIE METHODE:

Diese 1957 entwickelte Technik ist eine altgediente, aber sehr kraftvolle systematische Anleitung zur Ideengenerierung. Alle Fragen der auf einem Arbeitsblatt abgebildeten Checkliste werden alleine oder im Team abgearbeitet.
Der Fokus liegt hier klar auf Prozess- und Produktinnovationen, verleiht aber das Gefühl, durch die systematische Herangehensweise bei der Ideenfindung nichts Wesentliches zu übersehen. Zudem können ungeübte Teams direkt starten und Erfolge erzielen. Allerdings kann die Struktur auf kreative Typen abschreckend wirken

MATERIAL/RESSOURCEN:

Arbeitsblätter, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Analyse, Ideenfindung Prozess, Produkte 
1 – 6


Reizworttechnik
DIE METHODE:

Die Technik verbindet Begriffe, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Diese Reizwörter werden zufällig ausgewählt, um zu lernen, Dinge aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Die Methode ist gut geeignet im Bereich Werbung oder
zur Namensfindung. Nachdem aus einer Quelle das Reizwort gewählt wurde, benennen die Teilnehmer alle Eigenschaften, die sie spontan mit dem Begriff in Verbindung bringen. Anschließend werden diese Eigenschaften auf das Problem übertragen und daraus Lösungen formuliert.
Diese Methode produziert schnell ganz neue Lösungen und hilft, Sackgassen zu vermeiden. Allerdings haben ungeübte und verkrampfte Gruppen häufig Schwierigkeiten, die hervorgerufenen Ideen in Lösungen umzuwandeln.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Flipchart, Stifte, Lexikon/Zeitschriften/Bildbände

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung Prozess, Produkte 1 – 8


SCAMPER
DIE METHODE:

Ähnlich wie die Osborn-Checkliste hilft SCAMPER schnell, in verschiedenen Richtungen weiterzudenken. Die Methode ist besonders geeignet zur Weiterentwicklung von Produkten und Prozessen. Die Punkte einer vorgegebenen Liste werden von jedem Teilnehmer oder im Team abgearbeitet. Es müssen nicht zwangsläufig alle Punkte bearbeitet werden. Die erarbeiteten Lösungen sind Ideenimpulse und werden anschließend zu Gesamtkonzepten zusammengestellt oder mit weiteren Techniken verfeinert.
Auch ungeübte Teilnehmer können die Methode sehr schnell erfolgreich anwenden. Jedoch gibt es aufgrund des abstrakten Charakters bei Teams häufig Anfangsschwie- rigkeiten, wenn nicht gut anmoderiert wird. Wenn jedoch begonnen wurde, sollte nicht zu früh aufgegeben werden.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Checkliste, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung
 Prozess, Produkte, Design 1 – 12


Semantische Intuition
DIE METHODE:

Diese Technik nutzt die Annahme der Semantik, also der Bedeutungslehre, dass Begriffe in unseren Gehirnen intuitiv plastische Vorstellungen auslösen. Wenn man das Wort „Eis“ liest, sehen einige Menschen eine Eistüte, andere einen Eisberg vor ihrem inneren Auge. Daher werden im Anschluss an ein Brainstorming zunächst alle Ideenimpulse der Teilnehmer aufgeschrieben. Anschließend werden jeweils zwei Impulse miteinander kombiniert und geschaut, was dies in den Köpfen auslöst. Die neuen Ideen werden notiert. Wichtig ist jedoch, dass zunächst auch nur Vor-Ideen entstehen können, die weiterentwickelt werden müssen.
Die Ergebnisse werden besser, wenn mit Gruppen gearbeitet wird, die sich bereits kennen. Insgesamt können hier sehr neuartige Ideen entstehen, die den Spaßfaktor dieser Technik erhöhen.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Flipchart, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung 
Produkte, Design, Service, Technologie 1 – 8


SIL-Methode
DIE METHODE:

Die „Sukzessive Integration von Lösungen“ (SIL) unterstützt den kreativen Teamprozess und liefert durch den Wechsel von Einzel- und Gruppenarbeit erfolgreiche Ergebnisse. Zunächst erarbeitet jeder Teilnehmer erste Ideen-Impulse. Anschließend stellt der erste Teilnehmer eine Idee an Flipchart 1 vor. Dies trägt die Überschrift „Einzelvorschläge“. Dann erarbeitet das gesamte Team an Flipchart 2 unter der Überschrift „Besonders gut daran ist …“ die Vorzüge der Idee. Dies wird mit dem zweiten Teilnehmer wiederholt. Anschließend geht die Gruppe zu Flipchart 3 mit der Überschrift „Integrierte Lösungen“ und entwickelt aus den Ideen eine oder mehrere „Kombinationsideen“. Ab dem dritten Teilnehmer wird stets der beschriebene Ablauf durchlaufen und die vorhandenen „Kombinationsideen“ können verfeinert werden.
Gerade Probleme von mittlerer bis hoher Komplexität können mit SIL gut bearbeitet werden. Eine fehlende Visualisierung der Einzelideen kann ein kleiner Nachteil sein.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Mindestens 3 Flipcharts/Metaplanwände, erfahrener Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung Alle 
5 – 8


SMS-Methode
DIE METHODE:

Diese einfache und effiziente Technik dient der Auswahl von Ideen und simuliert das Schreiben einer fiktiven SMS, also einem kurzen Statement. Die Teilnehmer werden gebeten, ihre Bewertung in Form einer SMS (maximal 11 Worte) zu formulieren. Mit Moderationskärtchen kann dies anonym geschehen, mithilfe eines Flipcharts als Gruppenbewertung. Wenn alle Statements geschrieben sind, werden diese laut vorgelesen.
Gerade bei größeren Gruppen ist diese Methode ergiebig, da keine Zeit durch überflüssige Diskussionen verloren geht. Durch die kurzen Statements trifft man den Kern der Sache und ergeht sich nicht in unnötigen Detailaussagen. Dies kann jedoch gleichzeitig ein Nachteil sein, wenn wichtige Details vernachlässigt werden.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Flipchart oder Moderationskärtchen, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Auswahl Alle 
5 – 15


Stummes Schreibgespräch
DIE METHODE:

Die Technik ist universell einsetzbar und funktioniert ähnlich wie die Idea 2 Go-Methode. Der Moderator bereitet vorab Flipcharts mit je einem Impulssatz zum Problem vor und verteilt diese im Raum. Jeder Teilnehmer ergänzt nun die Impulse durch einen kurzen Satz oder Begriff. Es wird ausschließlich durch Schreiben weiterentwickelt – sprechen ist verboten! In den folgenden Runden entsteht ein „Gespräch“, indem die Teilnehmer die Ergänzungen kommentieren, verfeinern, zustimmen oder ironisieren. Wenn die Teilnehmer nicht mehr weiterschreiben, ist das Gespräch zu Ende und die Blätter werden ausgewertet.
Durch das Ausschalten des Sprachkanals ist diese Methode gut geeignet für hierarchieübergreifende Gruppen. Es sollte allerdings darauf geachtet werden, dass eine Mischung aus ernst- und spaßhaften Impulsen vorliegen.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Flipchart oder Moderationskärtchen, Stifte, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Analyse, Ideenfindung, Auswahl Alle
 4 – 10


Top Ten
DIE METHODE:

Diese Technik führt über permanente Reduktion auf die zehn besten Ideen (-impulse) zu schnellen und direkt bewerteten Ergebnissen. Zahlreiche Ideen werden zum Beispiel per Brainstorming oder -writing gesammelt. Sobald die elfte Idee gefunden wurde, wird die vermeintlich schlechteste oder am geringsten priorisierte Idee entfernt. Dies wird mit jeder neuen elften Idee so gemacht. Somit bleiben stets die zehn besten Ideen auf dem Tisch. Dadurch wird die Qualität enorm gesteigert.
Eventuell muss eine weitere Auswahlmethode verwendet oder die vorhandenen Ideen kombiniert werden, um die absolute Top-Idee zu finden. Der Fokus liegt hier auf Qualität und weniger auf Quantität.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Flipchart oder Moderationskärtchen, Stifte, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung, Auswahl Alle
 1 – 10


Walt-Disney-Methode
DIE METHODE:

Diese Technik ist aus der unternehmerischen Praxis des Trickfilmvaters entstanden und eine Art Rollenspiel. Nacheinander schlüpfen die Teilnehmer in die drei Rollen Träumer, Macher und Kritiker. Im Idealfall werden diese Rollen durch unterschiedliche Räume oder zumindest unterschiedliche Ecken eines Raumes verdeutlicht. Zunächst beginnt man als „Träumer“, der ohne Grenzen Ideen generiert. Danach prüft man als „Macher“ die Ideen (z.B. was noch gemacht werden müsste, was benötigt wird, was es kostet) und übergibt diese dem „Kritiker“. Dieser prüft auf Risiken, nicht bedachte Punkte und mögliche Verbesserungen.
Ungeübte Gruppen sollten erst langsam an die Technik heran geführt werden. Es kann sehr anstrengend sein, Ideen in einer Rolle zu produzieren und zu bewerten. Ein geübter Anwender kann diese Technik auch gut in Einzelarbeit einsetzen.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Flipchart, Dekorationsmaterial für Räume, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Analyse, Ideenfindung, Auswahl Alle 
1 – 6


Wetterkarte
DIE METHODE:

Die Technik ist unter anderem gut geeignet für Gruppen, die sich erstmals zu einer Ideenfindung und -auswahl treffen. Es können schnell erste Gedanken und Bewertungen eingefangen werden, ohne sich in Details zu verlieren. Die Teilnehmer werden gebeten, mittels einer Wetterkarte eine Rückmeldung zu der jeweiligen Idee zu geben. Damit sollen Stimmungen, Erwartungen und Befürchtungen visualisiert werden. Jeder erhält einen Ausschneidebogen mit Symbolen einer Wetterkarte. Eines oder mehrere Symbole können zu einer Aussage kombiniert, auf ein Blatt geklebt und der Gruppe vorgestellt werden.
Man erhält ein gutes Stimmungsbild, welches nicht an echte Kennzahlen erinnert und daher teilweise zu weich erscheint. Ungeübte und neue Teams können damit jedoch schnell erste Ergebnisse erzielen.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Metaplanwand, Ausschneidebogen, Scheren, Kleber, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Auswahl Alle
 1 – 10


Die Wunderfrage
DIE METHODE:

Diese Technik geht von der Annahme aus, dass ein Wunder geschieht und das Problem, an dem gerade gearbeitet wird, löst. Der Fokus liegt jedoch nicht auf dem Wunder selbst, sondern auf der Frage, was sich alles verändert hat oder zur Lösung des Problems ändern musste. Durch diese einfache Methode wird der Blick nicht starr auf das Problem, sondern auf die Lösung gelenkt. Es fällt leichter, Hindernisse zu erkennen, zu benennen und mit den positiven Emotionen eines Wunders zu lösen.
Die Technik ähnelt der ersten Phase der Walt-Disney-Methode und sollte mit Gruppen durchgeführt werden, die bereits Erfahrungen mit Kreativtechniken und dem Moderator haben. Ansonsten kann schnell eine Blockade entstehen. Die gezielte Blickwinkel- Änderung kann jedoch zu guten Ergebnissen führen.

MATERIAL/RESSOURCEN:

Flipchart, Stifte, Moderator

PHASE: INNOVATIONSTYPEN: TEILNEHMER:

Ideenfindung, Auswahl Alle 
1 – 6

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